Dort wurde am Blies-Rückhaltebecken erfolgreich die B41 überquert – ohne Verluste und mit weiterhin guter Laune. Über Niederlinxweiler und vorbei am Rodenbachweiher ging es weiter auf Wald- und Radwegen bis nach St. Wendel. Am Wendalinushof wurde die erste Zwischenrast eingelegt. Dort stärkten sich die Fahrer mit leckerem Kuchen – schließlich braucht ein Sportler Energie, und Kuchen zählt bekanntlich als Sportlernahrung. Weiter ging es Richtung Urweiler bis zum Elsenbacherhof, der für seine seltenen Schweinerassen bekannt ist. Leider waren die tierischen Stars wegen Sanierungsarbeiten umgezogen. Enttäuschte Gesichter bei den Bikern – manche hatten sich wohl schon auf ein Selfie mit einem Wollschwein gefreut. Nach dem alten jüdischen Friedhof führte die Strecke auf den Skulpturenweg und anschließend über den Golfplatz. Dort galt höchste Konzentration: Nicht wegen der Strecke, sondern wegen möglicher Tiefflieger in Form von Golfbällen. Über den Wallesweiler Hof und die St.-Anna-Kapelle ging es weiter auf dem Wendalinus-Pilgerweg Richtung Winterbach. Am Wasserhochbehälter wurde eine weitere Rast eingelegt, diesmal inklusive kultureller Weiterbildung zur historischen Ausgrabungsstätte Wareswald. Man fährt schließlich nicht nur für die Beine, sondern auch fürs Gehirn. Der letzte Abschnitt hatte es dann nochmal in sich: Über Habenichts, Faulenberger Hof und vorbei am Kastanienhof führte die Strecke zum Hirzweiler Fischweiher und schließlich zum Aussichtspunkt Hexenberg. Dort wurde die tolle Aussicht genossen – und vermutlich heimlich überprüft, wie viele Höhenmeter noch vor einem lagen. Zum Abschluss wartete in Welschbach noch ein letzter giftiger Anstieg zur Kapelle Maria Königin. Spätestens dort wussten alle wieder, warum Radfahren als Ausdauersport gilt. Nach rund 54 Kilometern und knapp 1000 Höhenmetern endete eine wunderschöne erste Tour durch das St. Wendeler Land. Landschaftlich top, sportlich fair und mit genügend Pausen, damit niemand unterwegs spontan „Platten in den Beinen“ bekam.
Die nächste Tour findet bereits am 31. Mai statt – hoffentlich diesmal ohne Terminverschiebung, aber gerne wieder mit Kuchen.